40 Jahre VKN e.V. – 40 Jahre Katzenschutz


27.06.2023

Anlässlich unseres bevorstehenden Vereinsjubiläums haben wir mehrere Infostände geplant und freuen uns über zahlreiche interessierte Besucherinnen und Besucher an den Ständen.

 

Nächste geplante Infostände:

3.9. Tierheim Wiesbaden (10:30–17 Uhr)

10.9. Tierheim Mainz (10:30–17 Uhr)

Weitere Termine sind in Planung.

 

Wir informieren über die »Wiesbadener Katzenschutzverordnung«, »Kastration, Kennzeichnung und Registrierung von Hauskatzen, Freigängern und verwilderten Katzen«, die »Katzenpyramide« und vieles mehr.

 

Schauen Sie vorbei – wir freuen uns auf angeregte Gespräche!

 

Liebe Vereinsmitglieder: Wir suchen noch freiwillige Helfer für die Termine. Eine Einweisung erfolgt natürlich vor Ort und es macht sehr viel Spaß! Details weiter unten ...

Zusätzlich suchen wir noch 1–2 Personen die uns beim Nähen von Baldrian-Kissen und Überwürfen für Transportboxen unterstützen, die wir dann gegen Spende bei den Ständen anbieten möchten. Es handelt sich um einfache Näharbeiten, ein Schnittmuster wird gestellt und die Materialkosten werden vom Verein übernommen.



Mai 2023

 

Die Kitten 2023 kommen

 

Drei süßen Racker sind die ersten Kitten die der VKN dieses Jahr aufgenommen hat. Mitte Mai ist ungewöhnlich spät für die ersten Kitten zu denen wir um Hilfe gerufen werden, aber es dauerte nicht lange bis die nächsten Anrufe kamen. Die Kleinen sind so lieb, dass man schnell vergisst unter welch prekären Umständen sie oft bei uns ankommen. Die Kitten werden von aufmerksamen Spaziergängern zum Beispiel im Gebüsch, auf dem Feld oder unter Terrassen gefunden und vom VKN in oft mühevollen und zeitaufwändigen Aktionen gefangen. Manchmal mit ihrer Mutter, oft aber alleine und schon fast verhungert. Dann gilt es die Kleinen auf den Pflegestellen aufzupäppeln. Können wir die Mutter finden, dann nehmen wir sie natürlich mit, denn sie kann ihre Jungen am besten versorgen. Die Kleinen bleiben dann auf den Pflegestellen bis sie alt genug sind um in verantwortungsvolle Hände vermittelt zu werden.

 

Die ersten Kitten 2023 – drei süße Racker

Gretchen und ihre zwei Töchter: Gretchen ist eine geduldige und entspannte Mutter, die beiden kleinen Mädels sind muntere und aufgeweckte Katzenkinder die sogar schon selbständig fressen


Marnie und ihre sechs Tigerchen: Die drei Jungs und drei Mädels heißen Pitu, Kiwi, Skyla, One, Ohro und King Louie. One ist neugierig und sehr verschmust. Kiwi und Pitu sind sehr gerne gemeinsam unterwegs. Skyla und Ohro haben nur Blödsinn im Köpfchen, Schuhe und Socken sind toll. Die Kleinen sind ca. 6 Wochen alt. Die Mama haben wir Marnie genannt. Sie ist mega lieb und sehr verschmust, behält ihren Nachwuchs aber immer im Blick.



02.01.2023

 

VIELEN DANK DEM VKN

 

Hallo, mein Name ist Alma ...

 

... ich bin ein Golden Retriever und wurde auf einem Bauhof gefunden. Damals war ich gerade 10 Wochen alt. Mein jetziges Frauchen wurde von den Mitarbeitern gerufen um zu schauen ob ich einen Chip (Transponder) habe! Tatsächlich, ich bin gechippt und kann bestimmt ganz schnell wieder nach Hause.

 

Doch leider, oder vielleicht auch glücklicherweise kam alles anders.

Mein Frauchen hat mich erst einmal mit nach Hause genommen, in der Hoffnung, dass ich bald wieder abgeholt werde. Zuerst hat sie bei Tasso angerufen um zu erfahren, wer denn mein rechtmäßiger Besitzer ist. Dabei stellte sich heraus, dass ich noch gar nicht registriert war, bzw. bin!

 


Also dachte mein Frauchen, wir machen uns erst einmal einen schönen Tag. Wir gingen spazieren und es wurden Bilder und Videos von mir gemacht. Diese wurden dann herumgeschickt, unter anderem auch an eine Freundin die Golden Retriever züchtet. Gabi Höbel, so heißt die Freundin. Sie hat gesehen wie verpinkelt ich hinten herum war und hat sofort eine Diagnose gestellt. Wie sich kurz darauf heraus stellte, sollte sie recht behalten! Ich hatte einen ektopischen Ureter! Das ist eine Fehlbildung, bei der der Ableiter der Niere nicht in der Blase endet sondern daneben. Was dazu führt, dass der Urin ständig und ungehindert aus der Harnröhre läuft.

 

Natürlich hat sich im Laufe des Tages keiner gemeldet der mich vermisst. Dafür wollte mich einer der Bauhofmitarbeiter behalten und so zog ich noch am gleichen Tag um. Leider waren sie mit meiner Diagnose und meiner ständigen Inkontinenz so überfordert, dass sie mich im Tierheim abgaben.


 

Nachdem Gabi und mein Frauchen, Charlotte Solzer, dass mitbekommen hatten, setzten sie alle Hebel in Bewegung um mich zu retten. Das war gar nicht so einfach aber dank des Einsatzes unserer Tierärztin, Nadine Ziegler, hat es dann doch geklappt. Sie hat für mein Frauchen, die als Pflegestelle beim VKN tätig ist, ein gutes Wort eingelegt und schnell stand fest, ich durfte das Tierheim nach einem Tag schon wieder verlassen. Hatte ich ein Glück! Jetzt musste schnell eine Pflegestelle für mich her, da Charlotte mich zu diesem Zeitpunkt noch nicht aufnehmen konnte. Diese war schnell gefunden, Gabi und ihr Mann zögerten keine Sekunde und nahmen mich sofort zu sich. Jetzt musste geklärt werden, wer meine kostspielige OP und die Nachsorge finanziert. Schon am nächsten Tag bekamen wir die Zusage, dass der VKN mich als Pflegetier aufnimmt!

 

Da ich krankheitsbedingt dauerinkontinent war, hat Gabi für mich Kinderwindeln besorgt, die ich auch brav getragen habe. Sie sagt immer: »Ich bin ein Geschenk«. Natürlich habe ich mich auch nur von meiner besten Seite gezeigt und mich auf Anhieb mit ihren fünf Golden Retrievern verstanden. Ich war ein ganz braver Hund! Am nächsten Tag hat sie sich sofort ans Telefon gehängt und Deutschlandweit alle Kliniken abtelefoniert die mich schnellst möglich operieren könnten.

 


Mein Glück war es letztendlich, dass im Tierheim schon Ultraschalluntersuchungen gemacht wurden und wir die Befunde mitnehmen durften. Nach mehreren Absagen kam dann doch noch am gleichen Tag die Zusage von der Tierklinik Gießen, dass sie mich zehn Tage später schon operieren würden.         

           

Wie der Teufel es will, bekam ich aber starken Durchfall. Nach einer Kotuntersuchung stand fest: ich habe Giardien und die müssen erst behandelt werden! Daraufhin wurde die OP auf den 30. Juni verschoben.

 

Nachdem ein paar Tage vergangen waren, haben Charlotte und mein Herrchen Ronny beschlossen mich zu sich zu nehmen. Dort hat mich die Schäferhündin Wira aufgenommen wie eine kleine Schwester. Sie beschützt mich vor jedem fremden Hund und spielt ganz viel mit mir. Gabi war sehr traurig, aber ich besuche sie und ihren Mann ganz oft und verbringe meinen Urlaub bei ihnen. Das ist immer toll und aufregend!
                        

 


Am 30. Juni war es soweit. Charlotte und Gabi haben mich mit gemischten Gefühlen ins Auto gepackt und sind mit mir in die Tierklinik nach Gießen gefahren. Sie hatten mächtig Angst um mich, ich war ja noch so klein und hatte schon eine so große OP vor mir. Die beiden haben dann aber nicht schlecht gestaunt, wie ruhig und gelassen ich alle Untersuchungen ich über mich ergehen ließ.

 

Dann hieß es erst einmal Abschied nehmen, denn am gleichen Tag war noch die OP angesetzt und ich sollte 3 bis 4 Tage in der Klinik bleiben. Abends kam dann der erlösende Anruf aus der Klinik: Es ist alles gut verlaufen und Alma macht einen fitten Eindruck. Ich glaube, bei Gabi und meinem Frauchen sind an dem Abend erst einmal die Tränen der Erleichterung geflossen.

 

Am nächsten Morgen um 10 Uhr kam erneut ein Anruf aus der Klinik: »Alma geht es so gut, dass sie ab 14 Uhr abgeholt werden darf«. Damit hatte natürlich keiner gerechnet und die Freude war rießig. Pünktlich um 14 Uhr erschienen meine »Beiden« in der Klinik und nach einem kurzen Arztgespräch und der Medikamentenbesprechung wurde ich geholt. War das eine Freude die Beiden zu sehen. Jetzt aber nichts wie nach Hause!

 

 


Das schlimmste in den kommenden 10 Tagen war, dass ich nicht toben durfte obwohl es mir doch super ging. Die Wunde ist ohne Komplikationen verheilt und nach 10 Tagen hat die Tierärztin mir die Fäden gezogen. Ab diesem Zeitpunkt gab es kein Halten mehr, jetzt durfte ich laufen und toben wie alle Welpen.

 

Die Nachuntersuchung in Gießen, 6 Wochen später, war ohne Befund und die Tierärzte dort waren begeistert von mir.

 

Inzwischen bin ich 9 Monate alt, es geht mir sehr gut. Ich bin stubenrein und auch nicht mehr inkontinent. Mit den Katzen im Haus verstehe ich mich prächtig, das gehört sich auch so wenn man ein Hund einer Katzenpflegestelle ist. Ich habe schon viel gelernt, Sitz, Platz und Fuß mach ich schon mit links und jeden Tag lerne ich etwas Neues dazu. Auch von Wira kann ich mir noch einiges abschauen.

 

Das es mir heute so gut geht, verdanke ich der Unterstützung des VKNs, bei denen ich mich recht herzlich bedanken möchte.

 

Und natürlich auch Gabi und ihrem Mann, Manfred Höbel, die mich spontan aufgenommen haben.

 

Der Tierärztin, Nadine Ziegler, und ihrem gesamten Team für ihren tollen Einsatz und der liebevollen Betreuung.

Natürlich meinem Herrchen (PAPI) Ronny Neumann, der mich eigentlich von Anfang an schon behalten wollte.   

Vielen Dank auch Allen die für meine Behandlung und Nachsorge gespendet haben.    

 

Herzliche Grüße Eure Alma    

 

 




Unser Verein ist Mitglied im Deutschen Tierschutzbund und Träger des Hessischen Tierschutzpreises.


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